RWA

 

Rheinisch–Westfälische Akademie für Neuropsychologie und Psychotherapie

 

Postgraduierte Fort- und Weiterbildung in Klinischer Neuropsychologie und Psychotherapie

 

 

 

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Höheres Lebensalter und beginnende Demenz

Prof. H.J. Markowitsch, Universität Bielefeld

Web Markowitsch

Samstag 01.12.2012 von 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Sonntag 02.12.2012 von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Kursnummer M 20 - 2012

Anmeldung

320,00 € GNP-Preis und andere Berufsverbände

352,00 €

Getränke, Verpflegung

GNP-Akkreditierung: 4 Stunden Code Nr.      – Punkt   2     im Curriculum 1994

GNP-Akkreditierung: 4 Stunden Code Nr.      – Punkt   3     im Curriculum 1994

GNP-Akkreditierung: 8 Stunden Code Nr.      – Punkt   6.7  im Curriculum 1994

 

GNP-Akkreditierung: 4 Stunden Code Nr.      Punkt  6      im Curriculum 2007

GNP-Akkreditierung: 4 Stunden Code Nr.      Punkt  9      im Curriculum 2007

GNP-Akkreditierung: 8 Stunden Code Nr.      Punkt 11     im Curriculum 2007

 

Tagungsort:

GSI - Gustav-Stresemann-Institut e.V.

Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn- Bad Godesberg

Telefon 0228-8107-0 - Fax 0228-8107-197

Anreise Kfz / DB / FLUG:

Siehe   www.gsi-bonn.de / Anfahrtsweg drucken

Übernachtungsmöglichkeiten:

Empfehlung: Buchen Sie im GSI  Hotels in der Nähe   Gesamte Hotelübersicht Bonn

Gastronomie/ Freizeit:

www.general-anzeiger-bonn.de

 

 

Inhalt Ausdruck

 

Höheres Lebensalter und beginnende Demenz

Neuroanatomie, Neuropsychologie, Diagnostik, Prävention und psychologische Behandlungsmöglichkeiten

 

Prof. Dr. Hans J. Markowitsch, Dipl.-Psych.

 

Die heutigen Anforderungen an den „dritten Lebensabschnitt“ sind ständig im Steigen begriffen – der technische Fortschritt, die soziale Vereinzelung vieler alter Menschen und die gegenüber früheren Zeiten stressreichere Anforderungen am Ende der beruflichen Laufbahn lassen die Häufigkeit psychischer Beschwerden bei vielfach gleichzeitigem neuralen Abbau exponentiell ansteigen. Menschen kommen schon weit vor dem Rentenalter zu ambulanten Untersuchungen in Gedächtnissprechstunden und klagen über kognitive Abnahmen, die weit über den benignen Altersabbau hinausreichen.

Dargestellt werden soll, welche kognitiven Leistungsbereiche wann im Alter abnehmen, welche Leistungsbereiche umgekehrt robust gegenüber Alterungsvorgängen sind und wie stark zu erwartende Abnahmen bei welcher Lebensführung ausfallen. Hierzu wird insbesondere auf die am häufigsten beklagten Funktionsbereiche wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, kognitive Flexibilität, Problemlösefähigkeiten und Entscheidungsfindungen eingegangen. 

Hirnveränderungen über die Lebensspanne werden hinsichtlich des gesund und des krankhaft alternden Gehirns ausgeführt, wobei neben rein morphologischen Änderungen auch auf funktionale Veränderungen, wie sie mittels Bildgebung sichtbar werden, eingegangen. Alterskorrelierte neuronale Krankheitsbilder werden differentialdiagnostisch vorgestellt und in ihren Auswirkungen auf Kognition und Emotion erläutert. Ein Schwerpunkt soll im Übergangsbereich zwischen benignen kognitiven Altersveränderungen und beginnender Demenz, bzw. beginnender ‚Leichter kognitiver Beeinträchtigung‘ liegen, die inzwischen ja mehrfach differenziert wird.

Möglichkeiten der Differentialdiagnose aus neuropsychologischer Sicht werden umfassend veranschaulicht, wobei auf unterschiedliche Testverfahren und deren Bedeutung abgehoben wird. Möglichkeiten und Auswirkungen präventiver Maßnahmen, die den Altersabbau abbremsen, werden dokumentiert und belegt.  

Therapeutische Interventionsmöglichkeiten, die sich bei Diagnose von Leichter kognitiver Beeinträchtigung, bzw. beginnender Demenz als wirksam herausgestellt haben, sollen vorgestellt werden.

 

 

Der Kurs umfasst 16 Stunden, die sich folgendermaßen aufgliedern:

 

Einführung in die Thematik und ihre Facetten                                                       1 Std.

Alters-sensitive und Alters-insensitive kognitive Leistungsbereiche,

  Umfeldfaktoren, Plastizität von Gehirn und Verhalten                                         3 Std.

Neuroanatomie, Hirnveränderungen im Alter                                                       2 Std.

Alterskorrelierte neurologische (und psychiatrische) Krankheitsbilder                   3 Std.

Ergebnisse der funktionellen Hirnbildgebung                                                      1 Std.

Diagnostik /Differentialdiagnostik                                                                           4 Std.

Therapie                                                                                                                   2 Std.

 

 

Literatur:

Denzler, P., Markowitsch, H.J., Frölich, L., Kessler, J. & Ihl, R. (1989). Demenz im Alter. Weinheim: Beltz Verlag.

Kessler, J., Denzler, P. & Markowitsch, H.J. (1999). Altersprofil-Test. Göttingen: Hogrefe.

Markowitsch, H.J. (1987). Demenz im Alter. Psychologische Rundschau, 38, 145-154.

Thöne-Otto, A.I.M. & Markowitsch, H.J. (2004). Gedächtnisstörungen nach Hirnschäden. Serie Klinische Neuropsychologie. Göttingen: Hogrefe.

Markowitsch, H.J. (2009). Das Gedächtnis: Entwicklung – Funktionen – Störungen. München: C.H. Beck.

Brand, M. & Markowitsch, H.J. (2005). Neuropsychologische Früherkennung und Diagnostik der Demenzen. In M. Martin & H.R. Schelling (Eds.), Demenzen in Schlüsselbegriffen (pp. 11-73). Bern: Verlag Hans Huber.

Brand M. & Markowitsch, H.-J. (2006). Demenzen und andere Gedächtnisstörungen: neuropsychologische Diagnostik und Therapie. Praxis Ergotherapie, 19, 72-78.

Markowitsch, H.J. (2007). Wieviel Gedächtnisverlust verträgt das Alter? München: Uni-auditorium/Komplettmedia.

Brand, M. & Markowitsch, H.J. (2004). Frontalhirn und Gedächtnis im Alter. Neurogeriatrie, 1, 9-20.

Markowitsch, H.J., Reinkemeier, M. & Brand, M. (2005). Neuropsychologische Aspekte des Alterns. In S.-H. Filipp & U. M. Staudinger (Hrsg.), Enzyklopädie der Psychologie (Serie V: Entwicklungspsychologie, Bd.: Entwicklungspsychologie des mittleren und höheren Erwachsenenalters) (S. 79-122). Göttingen: Hogrefe.

Brand M. & Markowitsch, H.J. (2006). Gedächtnis im Alter. In W. Heiß (Ed.), Altersmedizin aktuell (3. Erg.Lfg. 12/06) (Abschn. 3.2.1.6, pp. 1-13) Landsberg: ecomed.