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Rheinisch–Westfälische
Akademie für Neuropsychologie und Psychotherapie Postgraduierte Fort- und Weiterbildung
in Klinischer Neuropsychologie und Psychotherapie |
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Neuropsychologie des Gedächtnisses – Von der Anatomie bis zur
Therapie |
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Prof. H.J. Markowitsch,
Universität Bielefeld |
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Samstag 24.03.2012 von 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr Sonntag 25.03.2012 von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr |
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Kursnummer M 02
- 2012 |
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320,00 € GNP-Preis und andere Berufsverbände |
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352,00 € |
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Getränke, Verpflegung |
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GNP-Akkreditierung:
8 Stunden Code Nr. 1512 – Punkt 1.1 im
Curriculum 1994 GNP-Akkreditierung:
4 Stunden Code Nr. 1512 – Punkt
2 im Curriculum 1994 GNP-Akkreditierung:
4 Stunden Code Nr. 1512 – Punkt
3 im Curriculum 1994 |
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GNP-Akkreditierung:
16 Stunden Code Nr. 1512 – Punkt 9 im Curriculum 2007 |
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Tagungsort: |
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GSI
- Gustav-Stresemann-Institut e.V. |
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Langer
Grabenweg 68, 53175 Bonn- Bad Godesberg |
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Telefon
0228-8107-0 - Fax 0228-8107-197 |
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Anreise Kfz / DB / FLUG: |
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Siehe www.gsi-bonn.de / Anfahrtsweg drucken |
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Übernachtungsmöglichkeiten: |
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Empfehlung:
Buchen Sie im GSI Hotels
in der Nähe Gesamte
Hotelübersicht Bonn |
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Gastronomie/ Freizeit: |
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Neuropsychologie des Gedächtnisses – Von der
Anatomie bis zur Therapie Prof. H.J. Markowitsch,
Universität Bielefeld Heutzutage diskutierte Unterteilungen von
Gedächtnis in zeitlich und inhaltlich abgrenzbare Systeme (Kurzzeit-,
Arbeits-, Langzeitgedächtnis; prozedurales G., Priming, perzeptuelles,
semantisches, episodisch-autobiographisches G.) werden dargestellt und
hinsichtlich ihrer Bedeutung für Diagnostik und Therapie erläutert. Faktoren
im Umfeld der Gedächtnisverarbeitung, wie die Auswirkungen von
Aufmerksamkeit, Motivation, Emotion, etc. auf Gedächtnis, werden diskutiert.
Auch wird auf die Einwirkung der Umwelt auf Gedächtnis und
Gedächtnisstörungen eingegangen (Entwicklung, Plastizität). Unter den
Stichworten von Ekphorie und Zustandsabhängigkeit von Einspeicherung und
Abruf werden Phänomene analysiert, die das menschliche Gedächtnis wesentlich
bestimmen, die aber auch zu Syndromen wie dem ‚False memory Syndrom’ und dem
‚Mnestischen Blockadesyndrom’ führen können. Auf der Hirnebene werden –
unterteilt nach Einspeicherung, Konsolidierung, Ablagerung und Abruf – die
für die jeweiligen Verarbeitungsschritte relevanten Hirnstrukturen und
neuralen Netze beleuchtet. Bei der Einspeicherung kommt dabei ein besonderes
Augenmerk dem (erweiterten) limbischen System zu. Hemisphärenspezifische
Arbeitsaufteilungen – insbesondere hinsichtlich autobiographischen gegenüber
allgemeinen Fakten und hinsichtlich der emotionalen Colorierung von
Information – werden disputiert. Die Frage, inwieweit
Gedächtnisabrufstörungen nach Hirnschäden psychische Komponenten beinhalten
und inwieweit bestimmte Hirnbereiche (Stirnhirn, Schläfenlappen) wichtig als
‚Triggerregionen’ sind, die Erinnerungen wieder hervorbringen, wird anhand
von Beispielsfällen beantwortet. Einen besonderen Schwerpunkt sollen die so
genannten funktionellen Amnesien darstellen, d.h., massive Erinnerungs- (und
in Einzelfällen auch Neueinspeicher-)störungen nach psychischen Stress- und
Traumaerlebnissen. Der Bereich Diagnostik soll intensiv anhand gängiger,
standardisierter, aber auch anhand experimenteller Testverfahren abgehandelt
werden. Hierbei wird auf die Bedeutung der Erstellung eines Testprofils, das
auch Testverfahren im weiteren Umfeld von Gedächtnisfunktionen einbezieht,
abgehoben. Differentialdiagnostische Möglichkeiten zwischen den Feldern von
bewusster Lüge, unbewussten Vergessens- und Verdrängungszuständen primär
psychischer Natur und hirnorganisch eindeutig zuordenbaren Schädigungs- und
Störungsbildern werden erörtert. Auch wird auf Ätiologien und deren Prognosen
für den Komplex Gedächtnis abgehoben. Für den Bereich der Therapien werden
Voraussetzungen aus der Diagnostik besprochen, es werden Theoriemodellen zu
Therapiestrategien (Kompensations - Funktionstherapien, integrative
Behandlungsansätze) herausgestrichen, Therapieverfahren und Erfolgs- und
Erfolgskontrollmöglichkeiten erläutert. Neben klassischen Fallbeschreibungen wird auch
auf die zunehmende Bedeutung der funktionellen Bildgebungsmethoden
hingewiesen. Hierbei geht es auch um deren mögliche Aussagekraft für die
begleitende Kontrolle von Therapieerfolgen. Der Kurs umfasst 16 Stunden, die sich
folgendermaßen aufgliedern: Gedächtnisunterteilungen nach Zeit und Inhalt, Phänomene wie Ekphorie, Zustandsabhängigkeit, Fehlfunktionen 2 Std. Umfeldfaktoren, Plastizität, Neuroanatomie 2
Std. Klass. Zuordnung Gedächtnis und Gehirn, Limb. System, Neocortex
2 Std. Krankheitsbilder, fokale Hirnschäden, fkt. Bildgebung 4 Std. Funktionell bedingte Gedächtnisstörungen 2 Std. Diagnostik von Gedächtnisstörungen 2 Std. Therapie 2
Std. Literatur: Markowitsch,
H.J. (2002). Dem Gedächtnis auf der Spur: Vom Erinnern und Vergessen. Darmstadt: Wissenschaftliche
Buchgesellschaft und PRIMUS-Verlag. Markowitsch, H.J. (2003). Psychogenic amnesia. NeuroImage, S132-S138. Markowitsch, H.J. (2003).Memory: Disturbances and therapy. In T. Brandt, L.
Caplan, J. Dichgans, H.C. Diener & C. Kennard (Eds.), Neurological disorders; Course and
treatment (2nd ed.)
(pp. 287-302). Markowitsch, H.J. &
Welzer, H. (2005/06). Das
autobiographische Gedächtnis. Hirnorganische Grundlagen und biosoziale
Entwicklung (1./2. Aufl.). Stuttgart:
Klett. Thöne-Otto,
A.I.M. & Markowitsch, H.J. (2004). Gedächtnisstörungen nach
Hirnschäden. Serie Klinische Neuropsychologie. Göttingen: Hogrefe. |
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